Siegers Umzüge abgeleitet aus dem Familiennamen Greisiger war der erste Gedanke der sich bei der Namenswahl für mein Umzugsunternehmen herausgestochen hat. Der Familienname Greisiger wird zu über 95% falsch geschrieben von Greisinger bis hin zu Griesinger aber auch abstrakte Schreibweisen wie Gersiger oder Gerinsinger und das nicht nur auf Rechnungen sondern selbst bei Behördlichen Ausweisen wie dem Melderegister, Führerschein, Fahrerkarte bis hin zur Krankenkassenkarte wird der Name durchgehend falsch geschrieben darum musste ein leichterer Name her und wer mag es nicht mit einem Sieger umzuziehen!
An das Andenken an meinen Vater Martin Greisiger
Mein Vater welcher sich im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand begeben hat. Hatte sich bereits nach 2 Wochen des Ruhestand die Tageszeitung in die Hand genommen und bereits angefangen nach einem neuen Job zu suchen dabei hatte er sich bewusst für einen völlig andere Tätigkeit als seinen bisherigen Job als Aufzugmonteur entschieden. Als Privatier vom Schilder aufstellen bis hin zur Wohnungauflösung nahm er jede Arbeit entgegen dabei kaufte er sich einen VW LT28 Kastenwagen welcher sich für Entrümpelungen aber auch für Ausflüge mit Übernachtsungsmöglichkeit darin hervorragend eignete. Dabei nahm mich mein Vater als ich noch im Alter von 13 Jahren war zu den Wohnungsauflösungen mit. Damals erachtete ich es als eine Taschengeld Aufstockung. Schränke kaputt zu schlagen, Möbel zu tragen und an Schrauben zu drehen war somit mein erster Kontakt zum Berufsleben welcher mich auf für die Zukunft geprägt hat.
Als ich mit 16 Jahren die Schule beendet hatte war mein Weg für das Zukünftige Berufsleben noch ungewiss mein Vater zog sich Altersbedingt zurück somit musste ich mir meinen eigenen Berufsweg suchen. Spezielle Wünsche oder Ziele gab es keine Bewerbungen gingen über alle Berufszweige und Firmen. Entgegen aller Erwartungen kam die erste Zusage als Bäcker. Gesagt getan kam es zum Vorstellungsgespräch in dem Vorstellungsgespräch wurde bereits ein Praktikum für die nächste Arbeitswoche angeboten diesem stimmte ich einfach zu und stand am Montag um 4 Uhr morgens bereits in der Backstube erste Lektion war Brezeln schlingen. Aus dem Praktikum wurde eine 3 Jährige Ausbildung. In den 3 Jahren Dauernachtschicht welche immer zwischen 19-10 Uhr gearbeitet wurde und Arbeitstage von teilweise 15 Stunden und das auch immer Samstags und Sonntags hat sich eine strake Arbeitsmoral gebildet. Welche sich bis zum heutigen Tage hält und nur noch stärker wird. Den damaligen Monatslohn von etwa 400-700€ sparte ich dabei stets über die gesamte Ausbildungszeit. Wirklich Zeit an Wochenenden das Geld auszugeben gab es ohnehin nicht. Nach langem Nachdenken und Grübeln wie es nach der Ausbildung weitergehen soll kam ich auf die Idee an meinen freien Tagen Nebenberuflich Häuser zu entrümpeln und womöglich noch gelegentliche Umzüge durchzuführen. Als ich 2016 meine Ausbildung zum Bäckergesellen abgeschlossen habe hatte ich genug Geld gespart um mir mein ersten gebrauchten Umzugs Ford Transit Koffer LKW zu kaufen. Das war am Tag des Kaufs mein gesamter Stolz den ich hatte. Das Fahrzeug fährt bis zum heutigen Tag beinahe täglich Umzüge und wird stets gepflegt
Nach meiner Ausbildung wurde mir eine Teilzeitstelle als Geselle in dem Betrieb angeboten was mir damals sehr zugute kam da ich dadurch Krankenversichert war und Montags - Freitags in und an meinem Unternehmen arbeiten konnte währenddessen ich Samstags & Sonntags Nachts in der Backstube als Bäcker ein gesichertes Einkommen hatte welches durch Nacht, Sonntags und Feiertagszuschläge sich schnell summierte. Die Teilzeitstelle hatte ich bis ende 2018 dann wurden es zu viele Aufträge im Umzugsgeschäft als das ich es schaffen konnte 7 Tage die Woche durchzuarbeiten. Somit gibt es nur noch das Umzugsunternehmen und es kam in kürzester Zeit zu weiteren LKWs, Anhängern Mitarbeitern und einem Möbelaufzug.
Der Rückblick und das Fazit nach 10 Jahren Umzüge:
Alles richtig gemacht.
Ich selbst wachse täglich an neuen Herausforderungen den jeder Umzug ist Individuell und kaum einer ist gleich natürlich kenne ich inzwischen so gut wie alle Möbelfabrikate und im Grunde auch jedes 5 Haus an dem ich vorbeilaufe dennoch hat jeder unserer Kunden spezifische Anliegen und Persönlichkeiten sowie Erwartungen um welche es sich gilt stetig erneut zu beweisen. Die Orte in denen ich gearbeitet habe von: Häuser, Bunker, Schlösser, Baustellen, Schulen, Firmen, Büros, Kindergärten, Burgen, Reinräume, Labore, Bahnanlagen, Wälder und ferne Länder sind prägend. Die Körperliche Arbeit ist hart hält mich aber Geistig und Körperlich in Bestform. Ein anderer Job wäre nicht mehr Vorstellbar. Entgegen der Behauptungen vieler man kriege Probleme mit Rücken, Knien etc. Kann ich nur raten sich genau zu informieren was dazu führt was meist auf falsche Bewegungen wie dem heben aus dem Rücken statt den Beinen kommt. Richtiges Schuhwerk und gezieltes Training für den Körper spielen dabei ebenso eine Rolle.
Im Grunde ist der aktuelle IST Zustand in dem Betrieb so ziemlich das was beibehalten werden soll. Besichtigung Angebot Erstellung und Umzug alles durch eine Hand. Durch Expansionen geht die Persönlichkeit verloren. Und ich kann meine Kunden anhand des Namens zuordnen. Kundennummern führen wir noch nicht einmal. Und telefonisch bin auch stetig ich persönlich zu erreichen und nicht mehrere unterschiedliche Mitarbeiter wovon ein Teil einem Callcenter in Indien angehört. Einzig geplante Änderungen wären noch besseres Werkzeug vielleicht mal ein neuer Lastwagen ansonsten soll alles bleiben wie es ist. Den mein Ziel ist es fair transparent persönlich und authentisch zu bleiben. Darum werden wir auch niemals auf Vermittlungswebseiten wie Check24, MyHammer oder Immobilienscout aufzufinden sein in dem es geht sich Gegenseitig im Preis zu unterbieten den nach nichts verdienen kommt selbst Geld zu zahlen um arbeiten zu dürfen und das geht nicht lange gut.